Trennungskrisen und Liebeskummer

Manchmal ist eine Ehe bzw. Paarbeziehung nicht mehr zu retten. Die Partner haben sich zu weit auseinander gelebt, ihre Zuneigung füreinander ist erloschen und ihre Zukunftsvorstellungen sind nicht mehr miteinander vereinbar. Führt dies zu einer einvernehmlichen Trennung, gelingt es beiden oft sehr schnell, zuversichtlich nach vorne zu schauen. Leider ist dies nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

 

Viel häufiger bleibt das Paar aus Angst vor der Zukunft so lange zusammen, bis ein Partner mit dem Sicherheitsnetz einer neuen Liebe endlich den Absprung wagt. Der „Betrogene“ bleibt dann meist mit seelischen Verletzungen, Selbstzweifeln und oft auch nagenden Minderwertigkeitsgefühlen zurück. Der Weg, eine Trennung nicht als persönliche Bankrotterklärung zu empfinden, führt dann über die Herausforderung, aus dem Scheitern zu lernen. Die Trennung kann sogar eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft werden, wenn der Liebeskummer genutzt wird, sich einigen wesentlichen Fragen zu stellen, z.B. was erwarte ich von einer Liebesbeziehung und wer passt zu mir?

 

Das Betrauern und Aufarbeiten des Geschehenen ist ein notwendiger Entwicklungsschritt, um wieder konstruktive Zukunftspläne machen zu können. Diese Form der Bewältigung wird jedoch oft dadurch erschwert, dass eine Trennungskrise das gesamte Empfinden in nahezu allen Lebensbereichen beeinflusst. Wenn Betroffene in Trauer und Selbstzweifeln stecken bleiben, kann dies im Extremfall zu Antriebslosigkeit und anderen Symptomen einer Depression führen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, wenn aus Liebeskummer völlige Gefühl- oder Hilflosigkeit geworden ist, wird professionelle Hilfe erforderlich.

 

Befinden Sie sich in einer solchen Situation, biete ich Ihnen einfühlsame Unterstützung und Beratung an, damit Sie diese Krise produktiv bewältigen können.

 

 

 

Krise ist ein produktiver Zustand!
Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.

(Max Frisch)